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Neues aus der Gartenstraße

Einweihung des Brückenhauses: 21. März 2020

Das Brückenhaus am Werkhof ist nun eingeweiht. Nun muss es mit Leben gefüllt werden. Alle Nachbarn können sich mit ihren Ideen beteiligen!

Einweihung des Brückenhauses: 21. März 2020

Liebe Nachbarschaft, Liebe Interessierte am Brückenhaus,

wie Sie vielleicht schon alle im heutigen Tagblatt lesen konnten, laden wir Sie ganz herzlich am 28.01.2020 zu einem gemeinsamen Planungstreffen ein. Neben wöchentlichen Angeboten im Brückenhaus, möchten wir gemeinsam mit Ihnen auch Veranstaltungen der Stadt (wie z.B. den Tübinger Familientag oder den Tag der Nachbarschaft) und die Eröffnungsfeier des Brückenhauses im März planen und gestalten.

Mehr Informationen hierzu finden Sie in der angehängten Einladung.

Wir bitten Sie die Einladung an Nachbar*innen weiterzugeben, die noch nicht in unserem E-Mailverteiler aufgenommen wurden, damit wir möglichst alle in der Nachbarschaft erreichen.

Können Sie nicht am Planungstreffen teilnehmen, freuen wir uns sehr über eine kleine Rückmeldung, damit wir Ihre Wünsche und Ideen berücksichtigen können.

Mit dem Umzug ins neue Brückenhaus haben wir auch eine neue offizielle Mailadresse: brueckenhaus@mbh-jugendhilfe.de unsere Telefonnummer bleibt bestehen: 07071- 96 88 07.

Wann: Dienstag, 28.01.2020
Beginn: 19 Uhr

Für ein kleines Vesper ist gesorgt.

Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen!

Katharina Rieger & Angelika Reicherter

Brückenhaus
Martin-Bonhoeffer-Häuser Tübingen
Werkstraße 8
72072 Tübingen

Tel.: 07071-96 88 07
E-Mail: brueckenhaus@mbh-jugendhilfe.de

Ankerpunkt und Brückenbauer

Stadtteiltreff Das Brückenhaus am Stauwehr öffnet im Frühjahr seine Türen. Als Begegnungs-, Nachbarschafts- und Beratungszentrum hat es viel vor. Von Sylvia Hamlescher im Schwäbischen Tagblatt vom 16. Januar 2020

Das Brückenhaus mit Projektpartnern und Mitarbeiterinnen. Im ersten Stock finden Alleinerziehende und ihre Kinder Wohnraum, darunter liegen die Büro-, Beratungs- und Begegnungsräume. Bild: Ulrich Metz

Brückenhaus – der Name steht nicht nur für den Standort des neuen Sozialprojekts, das sich am Neckar am Stauwehr befindet, sondern auch für das große, verbindende Konzept, das sich die Projektplaner auf die Fahne geschrieben haben. Brücken bauen zwischen Groß und Klein, Jung und Alt, zwischen vielfältigen Lebenssituationen und -erfahrungen, zwischen den unterschiedlichen Vierteln der Nachbarschaft.

Die ersten Ideen dafür kamen 2014/2015 auf, ließen sich jedoch nicht verwirklichen, weil kein Geld da war. Als die Stadt schließlich Wohnraum für Geflüchtete schaffen musste, sahen die Projektleiter ihre Chance. Ganz nach dem Motto „Vielfalt macht Sinn“ plante eine Kooperation aus dem Verein Martin-Bonhoeffer-Häuser und den beiden Bauträgern für Flüchtlingshäuser Wolle plus und der Postbaugenossenschaft Wohnungen. Hierbei sollte und soll die soziale Wirklichkeit abgebildet und gleichzeitig eine Anlaufstelle für die Bewohner, aber auch für Kinder, Jugendliche und Familien der angrenzenden Stadtteile geschaffen werden.

Den Schwerpunkt stellt die Unterbringung von Geflüchteten im Haupthaus dar. Hier befinden sich 13 Wohnungen, die von der Stadt oder privaten Investoren vermietet werden. Nebenan im Kubus, dem Herzstück der Baugemeinschaft, findet der Verband Alleinerziehender Mütter und Väter eine Unterkunft.

Das dritte Gebäude hat weitere 18 Wohnungen, die vor allem von Familien bezogen werden. Mieter werden Menschen sein, die es in Tübingen auf dem normalen Wohnungsmarkt schwer haben.

Für Matthias Hamberger, Leiter der Martin-Bonhoeffer-Häuser, trägt das Projekt maßgeblich dazu bei, die heterogenen Gruppen, die in diesem Stadtteil Tübingens benachbart sind, einander näher zu bringen: „Es ist wichtig, Brücken zu schlagen.“ Er vergleicht das Brückenhaus mit dem Mittelpunkt von konzentrischen Kreisen: „Im Herzstück der Baugemeinschaft, dem Kubus, finden Aktivitäten statt, die von den Bewohnern der unmittelbaren Nachbarschaft in der Gartenstraße angeboten werden. Kinder und Jugendliche kommen vom gegenüberliegenden Ufer über die Brücke zu uns, um daran teilzunehmen und eine Anlaufstelle zu haben.“ Im Fokus des äußeren Kreises steht hierbei die Schaffhausenstraße zwischen Neckar und Bahngleisen, in der es den höchsten Anteil in Tübingen an von Armut betroffenen Kindern gibt.

Die unmittelbar angrenzende Gartenstraße spielt für das Projekt eine wichtige Rolle: „Von Anfang an war die Nachbarschaft beteiligt, denn es geht um eine Verzahnung der unterschiedlichen sozialen Gruppen, die hier leben, nicht um die Trennung in ein Wir und ein Ihr“, erklärt Gerd Kuhn, Projektplaner der Bauherrengemeinschaft Wolle plus. Im Brückenhaus sollen sich die sozial besser gestellten Bewohner der Gartenstraße mit denen der Schaffhausenstraße und auch den Flüchtlingen in der direkten Nachbarschaft und der Sidlerstraße treffen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen und Projekte gestalten. Nur so könne Integration gelingen, sagt Kuhn.

Daneben bietet das Brückenhaus auch gemeinschaftsfördernde Aktivitäten an. Beratungen für Eltern durch den VAMV (Verband Alleinerziehender Mütter und Väter) sowie Kooperationen mit anderen Einrichtungen wie dem Nonnenmacherhaus und anderen Beratungsstellen runden das Angebot ab.

Wie geht es weiter?

Jetzt geht’s los! - unter diesem Motto ist am Dienstag, 28. Januar, um 19 Uhr im Brückenhaus in der Werkstraße 8 eine Ideenwerkstatt. Die nahe und weitere Nachbarschaft ist dazu eingeladen und haben die Möglichkeit, ihre Vorschläge für zukünftige Aktionen und Projekte einzubringen. Auf ehrenamtlicher Basis sollen regelmäßig Aktivitäten angeboten werden (zum Beispiel Filmabende, Elterncafé, Nähcafé, Vorlesen).

Am Samstag, 21. März, ist die offizielle Eröffnung des Brückenhauses, nachdem der VAMV (= Verband Alleinerziehender Mütter und Väter) und neue Bewohner im Februar die Räumlichkeiten beziehen. Dazu eingeladen sind neben Vertretern der Beteiligten und der Stadt alle Interessierten.

Es ist wichtig, Brücken zu schlagen.

Matthias Hamberger,

Leiter Martin-Bonhoeffer-Häuser

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